eXplorarium: Wetter-Werkstatt
Sonnenschein, Gewitter, Schneeregen? Das gibt's zusammen nur in der "Wetter-Werkstatt"!
Ein Ziel der „Wetter-Werkstatt“
Ziel der „Wetter-Werkstatt“ ist es die Fähigkeit zu beobachten und zu forschen zu fördern bzw. zu entwickeln, sie werden ermutigt über ihre Erkenntnisse nachzudenken, sie wichtig zu nehmen und sie zu hinterfragen und zu vergleichen. Sie lernen ihre Beobachtungen zu beschreiben, zu verbalisieren und miteinander zu diskutieren.
Voraussetzungen bei den Kindern oder „Was ist denn am Wetter so interessant, was sollen wir denn da beobachten?“
Eine Großzahl der Kinder mit denen wir gearbeitet habe, sind es nicht gewohnt konzentriert Dinge in ihrer Umgebung zu beobachten. Oft trauen sie ihrer eigenen Wahrnehmung und ihren Gedanken nicht, nehmen sie nicht wichtig, denken ausschließlich in Kategorien von „Richtig“ oder „Falsch“. Und auch „Was will die Lehrerin jetzt von mir hören?“ Um auf das oben genannte Ziel hinzuarbeiten, war es also erstmal eine zentrale Aufgabe der „Wetter-Werkstatt“, bei den Kindern das Selbstvertrauen in ihre eigene Beobachtungsgabe und ihre Überlegungen zu stärken.
Beispiel: Arbeiten mit den Forschungsblättern und Notizzetteln
Wie dieses Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten sich langsam entwickelte, lässt sich gut am Beispiel der Forschungsblätter aufzeigen. Die Forschungsblätter sind ein wichtiges Instrument in der „Wetter-Werkstatt“. Die Kinder lesen die Aufgabe am Computer, entweder drucken sie ihr Forschungsblatt aus oder sie benutzen ein leeres Blatt, klemmen es auf ihr Klemmbrett und ziehen nach draußen. Das Klemmbrett ist ein sehr wichtiges Forschungs-Utensil für die Kinder - „Wie richtige Wissenschaftlerinnen“, bemerkte ein Mädchen einmal ganz stolz. Am Beginn des Kurses sind die Kinder oft sehr unsicher bei der Bearbeitung ihres Forschungsauftrages, sie stellen Fragen wie: „Was soll ich denn schreiben?“ – „Schreib das auf, was du siehst, was dir auffällt!“ „Ist das richtig?“ - „Bei deinen Beobachtungen gibt es nicht richtig oder falsch – wenn sie etwas mit dem Thema zu tun haben!“ „Ich habe mich verschrieben, ich brauche ein neues Blatt!“ - „Forschungsblätter sind Notizzettel, du darfst auf ihnen durchstreichen so oft du willst!“ „Ich sehe nichts Wichtiges?“ - „Schau genau hin, alles was dir auffällt, ist wichtig!“
Zutrauen in die eigenen Beobachtungen entwickelt sich und: Auf Forschungsblättern muss ich nicht ordentlich schreiben!
Je öfter wir hinaus gingen umso sicher wurden die Kinder in der Arbeit mit den Forschungsblättern. Ihnen wurde klar, dass ihre eigenen Beobachtungen im Zentrum standen, dass es nicht um richtige oder falsche Beobachtungen ging. Sie trauten sich immer mehr „einfach“ loszuschreiben. Ihnen fiel auch mehr und mehr ein und auf. Vor allem der Sinn der Forschungsblätter war ihnen schnell klar: Auf ihnen dürfen wir schmieren und krickeln. Wir notieren unsere Beobachtungen, es kommt nicht auf Schönschrift und Rechtschreibung an. Denn: Nach jeder Exkursion übertrugen die Kinder ihre Notizen vom Forschungsblatt in ihr Forschungs-Notizbuch im Computer. Bei der Übertragung überprüften sie ihre Notizen, stellten Überlegungen zu Wortwahl, Grammatik und auch Rechtschreibung an. Wir hatten ein bisschen befürchtet, dass die Kinder keine Lust haben würden, ihre Notizen in den Computer zu tippen. Aber der Sinn der Arbeit leuchtete ihnen ein: Erst mache ich meine Beobachtungs-Notizen, dann denke ich noch mal darüber nach, dann schreibe ich sie in mein Computer-Forschungs-Notizbuch und am Ende drucke ich mir alles aus.
Themen der Wetter-Werkstatt
Die Kinder beschäftigen sich mit
- Himmel und Wolken
- Wetterbeobachtungen: Sonne, Regen, Schnee
- Wind
- Temperatur